“Ich bin sehr dankbar für dieses Vertrauen!” – Im Gespräch mit Jung-Stratege Nils Bachmann

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“Ich bin sehr dankbar für dieses Vertrauen!” – Im Gespräch mit Jung-Stratege Nils Bachmann

Nils Bachmann Interview

Im Sommer erst aus der A-Jugend zur ersten Mannschaft gestoßen, konnte sich Nils Bachmann umgehend in der Startelf festspielen und das Trainerteam dort überzeugen. Wir haben mit dem jungen Mittelfeldstrategen gesprochen. Viel Spaß!

Nils Bachmann, du gehörst zu den jüngsten Spielern im Kader, spielst diese Saison deine erste Spielzeit im Seniorenbereich – und stehst direkt in allen der bisherigen acht Spielen in der Startelf. Wie hat sich dieser Sprung für dich angefühlt? Hattest du Umstellungsprobleme oder Startschwierigkeiten?

Nils Bachmann: Der Sprung von der A-Jugend in den Seniorenbereich ist für die meisten Spieler ein großer und schwieriger Schritt, so auch bei mir. Das Spiel wird insgesamt viel schneller und körperlicher und an die Intensität muss man sich erstmal gewöhnen. Ich hab mich erstaunlicherweise schnell daran gewöhnt, was sicherlich dazu beigetragen hat, dass ich bislang so viele Spiele absolviert habe.

Gab es einen Spieler bzw. einen Moment, der dir bei der Eingewöhnung besonders geholfen hat?

Bachmann: Eigentlich hat mich die gesamte Mannschaft sehr gut aufgenommen. Wenn ich Namen nennen müsste, würde ich Leon (Broda, d. Red.) und Sterni (Marcel Großkreutz, d. Red.) sagen. Die haben mir bei der Eingewöhnung schon sehr geholfen. (grinst.)

Das Vertrauen des Trainerteams hast du als einer der ersten mit deiner Vertragsverlängerung bereits im Dezember zurückgezahlt. Was macht den Verein für dich aus? Wie kams zu der frühen Zusage für die nächste Saison?

Bachmann: Ich glaube man sieht, dass beim FCB ein „Umbruch“ mit den vielen jungen Spielern, gemischt mit erfahrenen Spielern stattfindet. Bisher lief das auch sehr gut und ich persönlich finde es auch gut, dass man vermehrt auf junge Spieler setzt. Man sieht ja auch bei anderen Vereinen und nicht nur bei uns, dass es zu Erfolg führen kann. Ich fühle mich auch sehr wohl hier, und diese Aspekte haben dann zu meiner Verlängerung geführt.

Nach schwierigem Start lief es für euch bis zur Unterbrechung letztlich doch recht ordentlich. Wie schätzt du eure bisherige Saison ein? Und wie siehst du selbst deine persönlichen Leistungen?

Bachmann: Die Saison verlief für uns, entgegen so mancher Erwartungen, tatsächlich gut. Man wusste ja nicht wie der Plan aufgehen würde, auf so viele junge Spieler zu setzen. Aber mit der Zeit haben wir uns immer mehr und besser eingespielt und wir kamen in einen Flow. Auch für mich persönlich lief es bislang ganz gut, womit ich niemals gerechnet hätte. Und ich bin sehr dankbar für dieses Vertrauen! Daher kam die Corona-Pause jetzt nicht zum allerbesten Zeitpunkt. Aber wir haben alle wieder Bock zu pöhlen, deshalb wird der Start um so geiler! (lacht.)

Deine Trainer sind voll des Lobes für dich. Was schätzt du selbst als deine Stärken auf dem Platz ein? Wo hast du Verbesserungsbedarf?

Bachmann: Ich lobe mich eigentlich nicht gerne selbst. Aber mein Spielverständnis, Technik und Passspiel sind schon recht gut. (grinst.) Woran ich auf jeden Fall noch arbeiten muss, ist mein Schuss. Und auch körperlich kann ich noch ein bisschen zulegen. (lacht.)

Die Corona-Unterbrechung dauert nun noch bis mindestens Februar an. Was fehlt dir in der fußballfreien Zeit am meisten?

Bachmann: Man vermisst den Fußball schon extrem, vor allem jetzt, wo es so gut lief und es mit der Mannschaft Bock macht. Aber auch das Treffen im Vereinsheim nach manchen Trainings war immer lustig. Speziell, wenn der ein oder andere zu tief ins Cola-Glas geguckt hat. (lacht.)

Hand auf’s Herz: Wie hast du bei den Athletik-Hausaufgaben von Jan Schneider abgeschnitten? Wer aus dem Team der Erfolgreichste?

Bachmann: Ich muss ehrlich sagen: Die Athletikübungen von Jan machen mir nicht so viel Spaß. (lacht.) Deshalb habe ich da nicht ganz so gut abgeschnitten. Ich müsste mir da mal Sebastian Kruse als Vorbild nehmen, der holt immer alles aus sich raus!

Gibt es bei dir irgendwelche Hobbys oder Talente, von denen du uns unbedingt erzählen möchtest? Wie verläuft die Karriere beim Schocken?

Bachmann: Beim Thema Schocken halte ich mich noch raus, da bin ich noch nicht so lange dabei. Es können sich Leon Broda, Patrick Trawinski und Dominik Deppe drum streiten, wer der Bessere ist. Wobei Deppe schon ein sehr souveräner Spieler ist. (lacht.)

Möchtest du zum Abschluss noch ein paar Worte an die Leser richten?

Bachmann: Gerne! Ich hoffe, ihr hattet alle eine schöne Zeit mit euren Familien und seid gut ins neue Jahr gestartet. Bleibt gesund und auf ein besseres Jahr, als 2020!

Interview geführt von Christopher Hönisch