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Interview mit dem Media Team
23/11/2019

Interview mit Verena Monzel

Verena Monzel ist seit kurzem Ressortleiterin „Sponsoring und Marketing“ beim FCB. Sie unterstützt und berät seit dem Sommer unseren Vorstand in diesem Bereich. Das Media-Team hat die 39-Jährige getroffen und mit ihr über Ihre Gründe, den Verein, möglichen Entwicklungen und natürlich auch über das kommende Auswärtsspiel in Bamenohl gesprochen.

Media-Team: Frauen im Fußball sind seit Jahren keine Seltenheit mehr. Du wirst oft als fußballverrückt beschrieben. Wie kommt’s?

Verena: Das fing bereits früh an bei mir. Ich fahre seit meinem 14. Lebensjahr regelmäßig zu Bundesligaspielen, auch zu nationalen und internationalen Pokalspielen. Das war 1995 für ein Mädel noch nicht selbstverständlich. Im Laufe der Jahre habe ich nach und nach dann auch immer mehr Aufgaben im Fanclub aber auch im Amateurfußballbereich übernommen. Unter anderem war ich jahrelang Leiterin Sponsoring/Marketing, sowie 2. Vorsitzende bei meinem Heimatverein SG Finnentrop/Bamenohl und habe dort mit den Kollegen einige wichtige Neuerungen und Grundlagen geschaffen, die den Verein heute in den Bereichen auszeichnen. Mit Anfang 30 habe ich außerdem meinen Job geschmissen und noch ein Studium im Bereich Sport- und Eventmanagement mit Fachrichtung Fußball eingeschoben. Ja, ich denke man kann mich durchaus als fußballverrückt bezeichnen, auch wenn ich die eine oder andere Person kenne, die das durchaus noch bei Weitem toppt.    

Media-Team: Seit dem Sommer unterstützt du nun unseren Vorstand im Bereich Marketing und Sponsoring. Wie kam es dazu?

Verena: Der enge Kontakt zum FC Brünninghausen besteht ja nun bereits seit vielen Jahren. Als im Frühjahr feststand, dass ich im Sommer nach Dortmund zu meinem Mann ziehen werde, war für mich zum einen klar, dass ich dem Amateurfußball weiterhin erhalten bleiben wollte und zum anderen, dass natürlich der FCB für mich die erste Anlaufstation ist. Nach einigen wenigen kurzen Gesprächen mit dem Vorstand waren wir uns auch schnell einig.

Media-Team: Wo liegen die Schwerpunkte bzw. wo soll die Entwicklung hingehen?

Verena: In erster Linie geht es denke ich darum, das gesamte Auftreten des Vereins nach außen hin zu strukturieren und zu koordinieren. Es gibt viele gute Köpfe und interessante kreative Ideen seitens des Vorstandes und des Vereins, die es nun umzusetzen gilt. Ich denke, dass die Installation des Media-Teams bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung war. Aktuelle Ergebnisse, News, Berichte sowie tolle Bilder und Videos lassen die Reichweiten bei Facebook, Instagram und Co. deutlich ansteigen. Ihr macht wirklich einen tollen Job. Man darf nicht vergessen, dass dies alles ehrenamtlich ist und es wahrhaftig kein Vergnügen ist, wenn man zum Beispiel 90 Minuten lang bei Wind und Regen mit der Kamera am Spielfeldrand steht und auf den einen Schnappschuss lauert. Das stetig steigende Interesse zeigt, dass dies genau der richtige Weg ist. Ich würde mir sehr wünschen, dass nicht nur virtuell sondern auch real, sprich in Form von Zuschauern, sich mehr und mehr Leute beim FC Brünninghausen tummeln.

Media-Team: Der zweite große Bereich ist das Sponsoring. Wo soll die Reise da hingehen?

Verena: Im Bereich Sponsoring erarbeiten wir momentan Konzepte, um entsprechende attraktive Angebote an eine breite Masse von Unternehmen adressieren zu können. Wobei wir betont nicht auf bestimmte Unternehmen abzielen, sondern vom Einzelunternehmer bis zum Konzern die Leute für das Sponsoring beim FCB in allen Leistungs- und Altersklassen begeistern wollen. Insbesondere die Jugendmannschaften haben oft in Vereinen, leider auch bei uns, das Nachsehen, obwohl diese die Zukunft sind, nicht nur sportlich gesehen. Man sollte nie vergessen, dass Vereinsleben und Sport gerade in der heutigen Zeit ein sehr wichtiger Grundstein in der guten sozialen Entwicklung eines Kindes sein kann.      

Media-Team: Insgesamt also ein durchaus ambitioniertes Vorhaben.

Verena: Das stimmt. Aber der Verein bietet eine überdurchschnittlich gute Infrastruktur, welche nicht nur den Sponsoren eine breite Plattform bietet sich gut zu präsentieren, sondern auch weitergehende Vorteile wie einen eigenen Tagungsraum inklusive Catering etc. Quasi alles aus einer Hand. Wir wollen einen deutlichen Mehrwert schaffen und mit Hilfe der Sponsoren im Gegenzug eine solide Weiterentwicklung des Vereins vorantreiben.   

Media-Team: Zurück zum Sportlichen und zur aktuellen Situation des FCB in der Westfalenliga? Deine Einschätzung?

Verena: Nach dem Oberligaabstieg und dem Abgang von sehr vielen Spielern war eigentlich klar, dass es eine Zeit lang dauern wird, bis sich die neue Mannschaft wieder gefunden hat. Gerade am Anfang der Saison war das leider auch ganz deutlich sichtbar. Die Verletzungen von Leistungsträgern wie Florian Gondrum haben natürlich auch nicht zur Entspannung der Situation beigetragen. In den Spielen die ich gesehen habe, war die Verunsicherung oft regelrecht greifbar. Wir wissen, dass die Jungs Fußball spielen können. Umso mehr freut es mich, dass aktuell die Formkurve deutlich nach oben zeigt. Klar war in dem einen oder anderen Spiel auch Glück dabei, aber das gehört im Fußball nun auch dazu. Auch Rafik Halim als neuer Trainer wird der Mannschaft weiter gut tun und Aufwind geben. Persönlich habe ich ihn leider noch nicht kennengelernt, aber ich denke das wird sich in Kürze auch ergeben. Florian Gondrum als Co-Trainer an seiner Seite finde ich ebenfalls einen sehr gelungenen Zug. Ich bin mir sicher, dass der FCB am Ende der Saison deutlich in der oberen Tabellenhälfte zu finden sein wird.

Media-Team: Am kommenden Spieltag (01.12.2019) geht es zu deinem Heimatverein, dem aktuellen Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl. Ein komisches Gefühl?

Verena: Das kannst du laut sagen (lacht). Aber auch eine gehörige Portion Vorfreude. Als gebürtige Bamenohlerin mache ich natürlich keinen Hehl daraus, dass die SG mein Herzensverein ist. Auf der anderen Seite weiß jeder der mich kennt, dass mein Herz auch für den FCB schlägt. Und da bin ich in Bamenohl nicht alleine.   

Media-Team: Du sprichst die Freundschaft zwischen den beiden Vereinen schon an. Was hat es damit auf sich?

Verena: In der ersten Bamenohler Westfalenligasaison 2015 gastierten wir Mitte Oktober das erste Mal in Brünninghausen und kassierten unsere erste deutliche Niederlage in dieser für uns damals unbekannten Liga. Wie immer war eine ganze Schar Bamenohler mitgereist, was bei den damaligen Verantwortlichen des FCB zur Überraschung aber anscheinend auch ein paar Sorgefalten angesichts der „bekloppten“ Sauerländer sorgte. Letztendlich wurde dann FCB-Platzwart Mick vorgeschickt um mal abzuklopfen, wie die Fans denn so ticken. Sein Hinweis auf die 1-€-Party im Anschluss an das Spiel wurde so gut aufgenommen, dass wir bis kurz vor Mitternacht noch im Vereinsheim gesessen haben und beinahe noch in meinen Geburtstag rein gefeiert hätten. Wir haben bereits an dem Abend viele tolle Menschen kennengelernt, was sich im Laufe der Zeit aber noch deutlich ausgeweitet hat. Man war sich schnell einig, dass man sich doch bald mal wiedersehen müsste. Und in der Tat folgten unzählige gegenseitige Besuche auf beiden Seiten und sehr, sehr viele lustige Momente, auf die ich hier in der Öffentlichkeit allerdings nicht weiter eingehen werde (lacht). Ein Highlight war jedoch bestimmt der 60. Geburtstag von Mick, den er in Edinburgh (Schottland) feierte und der von nicht weniger als acht Bamenohlern begleitet wurde. Eine tolle Tour, auf der ich nicht zuletzt meinen heutigen Ehemann kennengelernt habe. Wie heißt es so schön auf unserem Freundschaftsbanner? „Fußballfreundschaft die verbindet!“.

Media-Team: Zum Abschluss: Dein Tipp für den 01.12.2019?

Verena: Florian Gondrum hat beim letzten Spiel des FCB in Bamenohl kurz vor Ende das für die Bamenohler bittere 1:2 geschossen. Der Startschuss für eine beeindruckende Aufholjagd, die im Oberaufstieg für den FCB und im Abstieg der Bamenohler in die Landesliga endete. Die Vorzeichen stehen dieses Jahr ganz anders. Ich denke am Ende heißt es 2:2 und wir können alle zusammen ein tolles Fußballfest feiern.    

Media-Team: Danke schön für das Interview und das Du dir die Zeit genommen hast.